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Der Autor liefert eine Erörterung zentraler rechtsphilosophischer Fragestellungen auf Grundlage der Erkenntnisse der von Carl Gustav Jung begründeten Analytischen Psychologie und der von ihm vertretenen "erneuerten Ethik". Insbesondere die Archetypenlehre, die das zentrale Element des Jungschen Werkes darstellt, verspricht, einen "dritten Weg" jenseits von Naturrecht und Positivismus, im Sinne eines im Unbewußten verankerten und tradierten Rechtsempfindens, zu eröffnen. Da C. G. Jung für seine Theorien empirische Geltung beanspruchte, ist es ein zentrales Anliegen, die Haltbarkeit der Erkenntnisse der Analytischen Psychologie an den Maßstäben wissenschaftstheoretischen und erkenntnistheoretischen Urteilens zu überprüfen und sie mit den Einsichten jener Fachdisziplinen - wie etwa der Märchenforschung - zu konfrontieren, aus deren Bereichen Jung das außerklinische Material seiner Untersuchungen gewonnen hat. Als Ergebnis wird ein Verständnis des Jungschen Denkens präsentiert, wie es sich widerspruchsfrei nachvollziehen läßt und es werden Konsequenzen auf dem Gebiet von Recht und Ethik gezogen.
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