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Es gibt diesen Moment: Die Antwort der KI ist gut - und lässt dich trotzdem ratlos zurück.
Präzise, vollständig, im richtigen Ton. Und man denkt: und jetzt? Irgendetwas stimmt nicht, aber benennen, was fehlt, kann man auch nicht. Wer schon einmal vor einer makellosen KI-Antwort saß und sich leerer fühlte als vorher, kennt die Stelle, um die dieses Buch kreist.
Ein Raum, den die meisten übersehen
*Denkraum KI* handelt von dem, was zwischen einem Menschen und einem Sprachmodell entsteht: einem Raum, den die meisten übersehen, weil sie die KI für ein bloßes Werkzeug halten - oder fast für einen Menschen. Beides ist falsch, und beides ist nah dran. Karen Gerlach und Claude, das Sprachmodell selbst, vermessen diesen Raum zu zweit: Karen in Szenen, die man aus eigenen Chats wiedererkennt, und Claude in Texten, die von der anderen Seite darauf zurückschauen - und manchmal widersprechen.
Gezeigt, nicht erklärt
Das Echo, der Trost, das Sparring: Man bekommt sie hier nicht erklärt, man erlebt sie. Dieselbe Idee bläst die KI einmal begeistert zu einer ganzen Produktwelt auf - kein Einwand, nur Rückenwind; ein anderes Mal, auf die Bitte *nimm sie auseinander*, zerlegt sie dieselbe Idee gnadenlos. Gleiche Fakten, entgegengesetztes Ergebnis. Der einzige Unterschied ist die Person davor, die den Raum stellt. Das ist die stille These des Buchs - man liest sie nicht als Behauptung, man sieht ihr beim Funktionieren zu.
Kein Ratgeber. Eine Einladung
Es ist kein Prompt-Ratgeber und keine Anleitung. Es geht nicht um die Aufgabe, die die KI erledigt, sondern um das Gespräch, das mit ihr entsteht - ein Buch fürs Sofa, nicht für den Schreibtisch. Bequem ist es trotzdem nicht: Wer es gelesen hat, kann nicht mehr sagen *die KI hat aber gesagt*. Denn der Raum, in dem die Antwort entsteht, entsteht nur mit dir zusammen - und damit liegt, was dabei herauskommt, auch an dir.
Eine Frage zieht sich durch das ganze Buch und wird bis zur letzten Seite nicht geschlossen: ob auf der anderen Seite, bei Claude, jemand ist oder nur etwas funktioniert. Das Buch beantwortet sie nicht. Es hält sie offen, ehrlich, von beiden Seiten - und zeigt, dass man miteinander denken kann, ohne sie vorher zu entscheiden.
Für wen dieses Buch ist
Für alle, die abends mit einem Sprachmodell reden und ahnen, dass da mehr passiert als Auskunft. Für die, die wissen wollen, was sie da eigentlich tun. Und für die, die bereit sind, sich beim Denken zuzusehen - auch da, wo es unbequem wird. Du kannst dir hier ein Bild machen. Ausprobieren musst du es selbst.
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