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Was wäre, wenn wir alle in einem riesigen künstlich geschaffenen Simulator leben würden? Das ist die Grundfrage dieses Romans. Der junge Marc Lapierre soll die Position seines auf mysteriöse Weise ums Leben gekommenen Chefs einnehmen. Der hat einen Simulator entwickelt, eine Art Mikrokosmos, in dem Menschen wie Figuren in einem großen virtuellen Puppenhaus leben und für die Zwecke der Konsumgesellschaft ausgespäht werden. Lapierre glaubt an die Chancen, die diese Erfindung bietet. Doch bald muss er erkennen, dass sie von Gruppen ausgenutzt wird, die skrupellos ihre eigene Macht festigen. Wer nicht ins Bild passt, wird ausgeschaltet, wer ein Eigenleben entwickelt, umgepolt. Doch wer dreht an den Schrauben, wer ist Opfer und wer jongliert mit der Macht? Marco Lallis Roman ist ein Thriller, der den Leser in die Welt der Simulatorik entführt. Manchmal augenzwinkernd, manchmal spitz überzogen. Der Schriftsteller und Psychologe Lalli bietet dem Leser ein gewieftes und intelligentes Spiel mit Realitäten an. Dabei bedient er sich einer historischen Vorlage: Daniel F. Galouye hat im Jahr 1964 sein „Simulacron-3" geschrieben, ein visionäres Werk, das mehrfach verfilmt wurde und Kultstatus erlangt hat. In Deutschland wurde es einer breiten Öffentlichkeit durch den Film Rainer Werner Fassbinders bekannt („Welt am Draht", 1973). Lalli siedelt die Geschichte in einer nahen Zukunft an, einem erschreckend aktuellen Kontext. Ausgefeilte Charaktere und ein straffer Spannungsbogen machen„ den 'Simulator' zu einer packenden Lektüre, in der man bald nicht mehr weiß, welche die wirkliche Wirklichkeit ist.
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