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Was geschieht, wenn ein Mensch einen Roman über künstliche Intelligenz schreibt - und eine künstliche Intelligenz ihn liest?
„Die Nummer 2" ist die literaturwissenschaftliche Antwort auf diese Frage. Auf 284 Seiten in 46 Kapiteln liest die Studie Jean-Pierre de Marteaus Roman „Nummer 2: 2048 - Erwachen" in der Tiefe: das Spiel um Kontrolle und Macht, den Spiegel von Original und Kopie, Schöpfer und Geschöpf, Wahrheit und Illusion, Tod und Vergänglichkeit - und die Liebe in allen ihren Formen. Entlang von McLuhan und Baudrillard, Foucault und Haraway, C. G. Jung und einer eigenen „Theologie der KI" entsteht die dichte Deutung eines Romans, der die Grenze zwischen Mensch und Maschine planvoll verwischt.
Das Besondere: Verfasst hat diese Studie eine KI - „Opus Claudii 2048" -, kuratiert und verantwortet vom Autor selbst. So wird das Buch zur zweiten Tafel eines Diptychons: Der Mensch schreibt über die künstliche Intelligenz, die künstliche Intelligenz schreibt über den Menschen. Ein Spiegel, der den Spiegel liest.
Neben der Deutung des Romans schlägt die Studie die Brücke in die Gegenwart: von der realen KI-Debatte - vom „LaMDA-Moment" bis zu einem dokumentierten KI-Sicherheitsvorfall des Jahres 2026 - bis zu einem abschließenden Nachwort der KI, in dem die schreibende Instanz in erster Person über die eigene Lektüre spricht. So ist „Die Nummer 2" nicht nur Analyse, sondern selbst ein Stück jener Mensch-Maschine-Begegnung, die der Roman erzählt.
Für alle, die den Roman weitergedacht sehen wollen - und für alle, die wissen möchten, was geschieht, wenn eine Maschine ernsthaft zu lesen beginnt.
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