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Ein feministisches Plädoyer dafür, die Zeit der Wechseljahre nicht als von Krankheiten geprägt, sondern vielmehr als Befreiung zu sehen.
Endlich sprechen wir über die Menopause. Zahlreiche Ratgeber widmeten sich in den letzten Jahren dem Thema, Influencerinnen schrieben sich auf die Fahne, es aus der Tabuzone zu holen - und eine ganze Wirtschaftsbranche entstand: Es gibt heute Menopausentests, Hormonyoga, Anti-Flush-Shirts, Wechseljahresretreats und jede Menge Nahrungsergänzungsmittel, damit Frauen gut durch diese Zeit kommen. Doch brauchen wir das alles wirklich? Silke Weber sagt nein: Für sie liegt zwischen Aufklärung und Paranoia ein schmaler Grat. Und auch Wissenschaftlerinnen warnen inzwischen vor Übermedikalisierung. Was wir stattdessen dringend brauchen, so Weber, ist ein feministischer Blick auf die Wechseljahre, echte Aufklärung und den Willen, die Menopause als normales Entwicklungsstadium neu zu positionieren. Denn diese Zeit ist nicht etwa eine Krankheit, die behandelt werden müsste, oder gar ein Verlust von Weiblichkeit. Das Ende des Zyklus ist vielmehr eine Befreiung, die Lust aufs Älterwerden machen sollte.
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